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Alles was man zum Thema Winterreifen wissen muss

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Von O bis O, so gilt die einfache Faustregel für die Winterreifen-Saison. Doch jedes Jahr stellt sich wieder die Frage brauche ich tatsächlich Winterreifen oder reichen doch die Allwetter-Reifen? Und auf was muss ich beim Reifenwechsel alles achten? Tun es denn nicht noch die alten Reifen vom letzten Jahr? Egal für welche Art der Reifen Sie sich auch entscheiden, im Vordergrund sollte immer ganz klar die Sicherheit stehen.

Die Mischung machts


Der große Unterschied verbirgt sich hinter der Stärke und dem Profil der Reifen. Die Gummimischung ist bei den Sommerreifen höher und die Winterreifen sind härter. Eine Mischung aus Beiden ergibt dann den Allwetter-Reifen, der zwar in allen Terrain einen durchschnittlich guten Eindruck macht, aber in kritischen Situationen klar hinter dem Winterreifen rangiert, denn Winterreifen haben aufgrund ihres speziellen Lamellenprofils eine besonders gute Haftung auf Schnee und Matsch.

Wann müssen Winterreifen angebracht werden?


Einen klar definierten Zeitraum gibt es so nicht. Wie oben schon beschreiben, hilft hier eine Faustregel zur Orientierung: Von O bis O, das bedeutet von Oktober bis Ostern. In diesem Zeitraum kann man sich in Deutschland gewöhnlicherweise auf winterliche Temperaturen einstellen.

Das Gesetz gibt laut § 2 Abs. 3a StVO, seit dem 04.10.2010 Folgendes vor:

„[...]Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, die die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen)[...]“

Kurz gesagt bedeutet das, dass das Fahren mit Sommerreifen bei Schnee, Glatteis oder Schneematsch untersagt ist. Da nicht jeder die Zeit und die Möglichkeiten hat, am Tag des Schneefalls kurz mal seine Reifen zu wechseln, sollte man sich frühzeitig um den Wechsel kümmern.

Worauf Sie bei der richtigen Winterreifen-Wahl achten sollten


Das Profil

Einer der wichtigsten Punkte bei den Winterreifen ist das Profil. Dieses sollte, laut Gesetz, mindestens 1,6 Millimeter Restprofil aufweisen. Unterschreitet das Profil die 1,6 Millimeter droht Ihnen eine Strafe von 60 Euro Bußgeld, sowie ein Punkt in Flensburg. Sollten Sie andere Verkehrsteilnehmer zusätzlich noch gefährden, so kann das Bußgeld bis zu 75 oder 90 Euro ansteigen.

In der Straßenverkehrsordnung (StVZO § 36) heißt es:

„[...]Luftreifen an Kraftfahrzeugen und Anhängern müssen am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite der Lauffläche mit Profilrillen oder Einschnitten versehen sein. Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen; als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt[...]“

Für ein sicheres Fahren bei Schnee, Eis und Schlamm empfehlen jedoch viele Autoclubs und Experten ganz klar eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern.
Um die Profiltiefe zu messen gibt es einen weit bekannten Trick: Die 1-Euro-Münze. Diese hat einen goldenen Rand, welcher exakt 3 Millimeter beträgt. Wenn Sie also die Münze in die Mitte des Reifenprofils halten, und der goldene Rand noch zu sehen ist, raten viele Experten den Reifen zu wechseln.

Reifendruck

Um Ihre Sicherheit und die der anderen nicht zu gefährden, ist es zwingend notwendig den Luftdruck im Reifen zu überprüfen. Dies sollten Sie regelmäßig durchführen, z.B. einmal im Monat oder jeden 4 Tankvorgang, denn durch den falschen Reifendruck kann nicht nur die Gefahr steigen, dass Sie ins Schleudern geraten oder der Grip sinkt, sondern auch ein höherer Verschleiß des Reifens und ein höherer Spritverbrauch resultieren.

Wo sehe ich, welcher Druck der Richtige für meinen Reifen ist?

Meist finden Sie die Informationen hierfür im Tankdeckel oder im Türrahmen der Fahrerseite. Beachten Sie, dass je nach Beladung ein anderer Druck vorne und hinten benötigt wird.
An den meisten Tankstellen finden Sie ein Messgerät für den Reifendruck. Wählen Sie am besten eine Tankstelle, welche sich in der Nähe Ihres Zuhauses befindet, da die Reifen bei der Überprüfung des Druckes kalt sein sollten. Denn der Druck verändert sich mit warmen Reifen und ist somit nur im „kalten Zustand“ der Reifen verlässlich.

Allwetterreifen: Die günstige Alternative?


Allwetterreifen mit dem M+S Symbol werden sehr gerne genommen, da Sie den Vorteil haben, dass man sie Sommers wie Winters einsetzten kann. Aufgrund dessen, dass in Deutschland eine „situative Winterreifenpflicht“ gilt, können diese auch, in Bezug auf das Straßenrecht, bedenkenlos genutzt werden.
Man muss sich allerdings im Klarem sein, dass die Allwetterreifen nicht die gleichen Voraussetzungen haben wie spezielle Winterreifen. Wer also in einer schneereichen Region lebt, oder bei starker Witterung auf der sicheren Seite sein möchte, kommt um den Kauf von Winterreifen nicht herum.

Was bedeutet das M+S Symbol?

M+S steht für „Mud and Snow“, also „Matsch und Schnee“. Dieser Begriff ist allerdings nicht geschützt und daher gibt es auch keine speziellen Tests oder Anforderungen für die Voraussetzungen der Wintertauglichkeit dieser Reifen. Daher wurde nun das Schneeflocken-Symbol (Alpine-Symbol) eingeführt, welches das M+S ablösen soll. Dieses Symbol muss nun auf Reifen eingesetzt werden, welche nach dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden. Dies entschied die europäische Wirtschaftskommission.

Nie wieder den Zeitpunkt zum Reifenwechsel verpassen!


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Fleetize
von Fleetize
veröffentlicht am 21.09.2020

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