Welche Änderungen sind 2021 für Autofahrer wichtig?

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Kfz-Steuer, Bußgelder und Abgasnormen - auch wenn der Jahreswechsel durch die weitestgehende Vermeidung von Feuerwerkskörpern verhältnismäßig ruhig vonstatten ging, so hält 2021 doch einiges an Neuigkeiten gerade für Straßenverkehrsteilnehmer bereit. Die wichtigsten Änderungen haben wir für Sie zusammengefasst.

Das Wichtigste zuerst: Steigende Kraftstoffpreise

Durch das vom Bundestag verabschiedete Gesetz für mehr Klimaschutz erhöhen sich durch die erhöhte CO²-Bepreisung von fossilen Energieträgern von 25 Euro je Tonne auch die Preise für die am häufigsten genutzten Kraftstoffe Benzin und Diesel deutlich. Dabei ist mit einer anhaltenden Erhöhung der Literpreise von 7 Cent pro Liter bei Benzin sowie 8 Cent je Liter bei Diesel zu rechnen.

Erhöhung der Pendlerpauschale

Um die generelle Erhöhung der Kraftstoffpreise durch die zusätzliche Steuerbelastung für Werktätige etwas abzuschwächen, erhöht sich 2021 die Pendlerpauschale ab dem 21 Kilometer auf 35 Cent statt den bisher üblichen 30 Cent pro gefahrenen Kilometer. Hierbei zählt jedoch nur der Einmalweg zur Arbeit, d.h. beispielsweise nur die Hinfahrt, jedoch nicht die Rückfahrt von der Arbeit.

Neuberechnung der Kfz-Steuer

Für Neuwagen fällt in diesem Jahr der CO²-Aufschlag bei der Kfz-Steuer stärker ins Gewicht. Die Grundidee hierbei ist, dass dadurch der Absatzmenge verkaufter Pkw gesteigert werden soll, dessen Umweltbelastung mit geringerem Kraftstoffverbrauch und günstigeren Emissionswerten geringer ist. Hier liegt die Grenze bei einem CO2-Ausstoß von 115 Gramm je Kilometer. Liegt der der Wert hingegen maximal 95 Gramm je Kilometer, können Sie im Jahr bis zu 30 Euro Steuern sparen.

Wo wir gerade bei der Umweltbelastung sind: Es gibt eine neue Abgasnorm

Die bisherige höchste Abgasnorm wurde weiter gedacht und zur neuen Abgasnorm Euro 6d ISC-FCM entwickelt. Die Besonderheit hierbei ist, dass bei dieser Art der Abgasüberwachung die realen Abgas- und Verbrauchswerte im Fahrbetrieb stichprobenartig erfasst und gespeichert werden und nachfolgend über die OBD2-Schnittstelle mit den Herstellerangaben abgeglichen werden können. Alle ab dem 01. Januar 2021 erfolgten Pkw-Neuzulassungen haben diese Norm zu erfüllen.

Die Verantwortlichkeit der Autobahnen

Was bislang Ländersache war, liegt ab dem 01. Januar 2021 in der Hand des Bundes. Die bundeseigene, bereits am 13. September 2018 gegründete, Autobahn GmbH ist somit in alleiniger Verantwortung für alle infrastrukturellen Belange der Autobahn, einschließlich der Planung, dem Bau, dem Betrieb und der Erhaltung der Autobahnen.

Für einige ändern sich die Beiträge der Kfz-Versicherung: Anpassung der Typklassen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. veröffentlichte bereits die neuen Typklassen für Kraftfahrzeuge. Für Insgesamt etwa 11 Millionen Fahrzeughalter könnte der Blick auf den Versicherungsvertrag eine Überraschung bereithalten - positiv sowie negativ. Etwa 30,6 Millionen Versicherungsverträge bleiben laut GDV jedoch unberührt. Nähere Informationen finden Sie direkt bei der GDV.

Achtung Fahrschüler: Die Führerscheinprüfung erhält neue Aufgaben

Ab sofort dauert die Führerscheinprüfung 10 Minuten länger und beinhaltet neben einigen neuen Aufgaben auch ein 5 Minütiges Feedbackgespräch nach dem Ende der praktischen Prüfung. Ausserdem wurde die nachträgliche handschriftliche Prüfdokumentation durch ein elektronisches Prüfprotokoll ersetzt.

Vignettenkauf in der Tschechischen Republik

Wer bislang bei jedem Besuch in unserem schönen Nachbarland eine Vignette in seine Windschutzscheibe geklebt hat und diese im Nachhinein mühevoll entfernen musste, wird sich nun vielleicht freuen:
Seit dem 01. Januar sind die Vignetten laut dem ADAC nur noch digital verfügbar. Wie Sie in Zukunft Ihre Vignette für die tschechische Republik bekommen, hat der ADAC hier zusammengefasst.

Fortschritte in der Elektromobilität

Bereits im Dezember 2020 trat das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (kurz WEMoG) in Kraft. Die Neuerungen im Bezug auf die Elektromobilität beschreiben hierbei einige Richtwerte für die Nutzung von Lademöglichkeiten für elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge in privatem Umfeld. Wer also eine sogenannte Wallbox in der eigenen Garage nutzen möchte, dem sei dieser Grundsatz wärmstens ans Herz gelegt.

Bußgeldänderung: Ab jetzt drohen höhere Strafen für Schaulustige

Das Schaulustige (ugs. Gaffer) durchaus Rettungskräfte bei der schnellen Hilfe sowie teils auch beim Erreichen einer Unfallstelle behindern, dürfte weitreichend bekannt sein. Seit dem 01. Januar ist die Neufassung von § 201a StGB in Kraft getreten. In dieser Neuerung wird selbst das "Gaffen" vom Straßenrand als Ordnungswidrigkeit eingestuft und kann je nach schwere mit bis zu 1.000 Euro bestraft werden. Werden Fotos oder Videos vom Unfall oder eines Verstorbenen angefertigt oder ist unterlassene Hilfeleistung ein Bestandteil, wird dies ab sofort als Straftat gewertet und durchaus mit Freiheitsstrafen belegt. Die Internetpräsenz "bussgeldkatalog.de" hat hier diesbezüglich einige Informationen zusammengetragen.

Update in der Unterhaltungselektronik: ein DAB+ fähiges Autoradio bei Erstzulassungen ist jetzt Pflicht

Fahrzeuge mit Erstzulassungsdatum ab dem 21. Dezember 2020 müssen mit einem Radio ausgestattet sein, welches das digitale Übertragungsformat für den terrestrischen Empfang von Digitalradio verarbeiten kann.



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Fleetize
von Fleetize
veröffentlicht am 19.01.2021

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